Seele und Dieterich qualifizierten sich für die Professur »Vermessungswesen und Bodenordnung« durch ihre Erfahrungen in der Praxis der Bodenordnung und Grundstückswertermittlung (kommunales Vermessungswesen) sowie durch ihre Mitgliedschaften in Gutachterausschüssen für Wertermittlung und Umlegungsausschüssen. In der (zweiten) Ausschreibung der Universitätsprofessur C4 für Bodenpolitik, Bodenmanagement und kommunales Vermessungswesen (DIE ZEIT vom 14. Februar 1997) betonte die Fakultät, »das kommunale Vermessungswesen kann auch durch Mitarbeiter abgedeckt werden.« In den Vordergrund der zentralen Themenstellungen rücken nun wissenschaftliche Theorien der Bodenpolitik: Grundsatzfragen der Bodenverfassung, die Funktionsweise des Bodenmarkts oder die Wechselwirkungen zwischen räumlicher Entwicklung, räumlicher Planung, dem Bodenmarkt und den Ansätzen des Bodenmanagements bei sparsamem Umgang mit Boden. Obzwar »Praxiserfahrung« in der Ausschreibung als »erwünscht« bezeichnet wird, liegt der Schwerpunkt nun bei einer theoretischen Ausrichtung. Nachdem die erste Runde des Berufungsverfahrens aufgrund ministerieller Weisung erfolglos endete, führte die zweite Runde zur Berufung eines Bewerbers, der weder praktische Erfahrungen mit dem kommunalen Vermessungswesen noch besondere Kenntnisse des deutschen Planungssystems nachweisen konnte. Da es sich beim erfolgreichen Bewerber um den Erstautor dieser Lehrstuhlgeschichte handelt, erzähle ich über die Jahre 1997 bis 2018 aus meiner Perspektive und nicht in der dritten Person.

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19W 1999 Antrittsvorlesung BD Prof. Hartmut Dieterich Brigitte Hower Prof. Walter Seele Prof

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Mein Name ist Benjamin Davy (18 im Jahr 1998 und 19, gemeinsam mit Brigitte Hower sowie den Kollegen Dieterich, Seele und Finke). Ich wurde 1956 in Wien geboren. Ab 1974 studierte ich an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und promovierte 1980 zum »Doctor iuris«. Bis zu meiner Berufung an die Universität Dortmund arbeitete ich am Institut für Rechtswissenschaften an der Fakultät für Raumplanung und Architektur (später: Architektur und Raumplanung) der Technischen Universität Wien, zunächst als Universitätsassistent, später als Assistenzprofessor und außerordentlicher Universitätsprofessor. Nach erfolgreichem Abschluß meiner Habilitation an der Universität Wien wurde mir 1991 die Lehrbefugnis als Universitätsdozent für Verfassungs- und Verwaltungsrecht verliehen. In meiner Habilitationsschrift »Gefahrenabwehr im Anlagenrecht« (Davy 1990) untersuche ich die verwaltungspolizeilichen Aufgaben und Instrumente zur Gewährleistung der Sicherheit von Betriebsanlagen. Mein Interesse für Raumplanung wurde in Gesprächen mit Kollegen geweckt, die sich für die ökonomischen Folgen des (damals) neuen österreichischen Mietrechts interessierten. Vertieft habe ich dieses Interesse mit einer Untersuchung der Standortplanung für abfallwirtschaftliche Anlagen, die ich im Studienjahr 1994/95 als Joseph-Schumpeter-Fellow an der »John F. Kennedy School of Government« und der »Harvard Law School« durchführte. In »Essential injustice« (Davy 1997) stehen die Möglichkeiten der Raumplanung und Umweltpolitik im Vordergrund, mit unvermeidbarer Ungerechtigkeit umzugehen. Diese Studie ist meine erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Raumplanung als Wissenschaft und enthält eine diskursanalytische Fallstudie zu einer Müllverbrennungsanlage in East Liverpool, Ohio. Erstmals erkennbar wird hier auch meine (auf Mary Douglas und Mike Thompson gestützte) Theorie der Polyrationalität.

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Ausflug des Lehrstuhls BBV im Jahr 1999. Vordere Reihe (links nach rechts): Reiner Löb; Dirk Bracke; Marcus Krebs; Bernd Janke; Markus Kerstein; mittlere Reihe: Manfred Kamm; Patrick Agbesinyale; Jae-Wook Hwang; Dr. Bodo Steiner, Brigitte Hower; Brigitte Bergmann-Strube; Monika Teigel; Christiane Westphal; letzte Reihe: unser Chauffeur; Heinz Kobs; Birgit Urspruch-Koch; Benjamin Davy; Hartwig Junius; Michael Höpfner; Melanie Münzer; Annette Schubert. Dr. rer. pol. Patrick Agbesinyale (Promotionsthema: »Ghana’s gold rush and regional development: The case of Wassa West District« [Agbesinyale 2003] war mein erster Dortmunder Promotionskandidat und viele Jahre als Entwicklungsberater und Direktor des »Institute of Development Studies, University of Cape Coast« in Ghana tätig. Im Jahr 2018 wurde Professor Agbesinyale zum »Acting Chief Director« des »Ministry of Lands and Natural Resources« in Ghana ernannt.

Ich war zunächst 1997 Lehrstuhlvertreter und bin aufgrund meiner Berufung im Jahr 1998 (somit im Jahr des 50-Jahr-Jubiläums der Fakultät) seit 20 Jahren Universitätsprofessor für Bodenpolitik, Bodenmanagement und kommunales Vermessungswesen an der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund, seit einigen Jahren selbsternannte »Technische Universität Dortmund«1. In den Jahren 2000/01 nahm ich das Amt des Dekans der Fakultät Raumplanung wahr, in den Jahren 2002 bis 2005 war ich Mitglied im Akademischen Senat der Universität Dortmund.

Die ersten Jahre in Dortmund erlernte ich zusätzlich zu meinem Habilitationsfach ein neues Fach, um möglichst viel von jenem Wissen zu erlangen, das meine beiden Vorgänger in der Praxis erlangt hatten. Viele Tage und Nächte verbrachte ich mit dem Studium von Dieterichs »Baulandumlegung« und den Wertermittlungs-Handbüchern von Kleiber. Ich erachtete mich als äußerst privilegiert, weil mich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (viele davon in 20) nach Kräften bei meinem Studium unterstützten.

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22W 1999 Heike Kckler Ben Davy Salzburg

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Geradezu magische Unterstützung erfuhr ich auch durch die gemeinsame Kompaktveranstaltung »Theorien und Modelle der Raumentwicklung«. Volker Kreibich und Gerd Held (GEO), Ekhart Hahn und Heike Köckler (VPU) sowie Dirk Bracke und ich (BBV) stritten gemeinsam über die Theorie der zentralen Orte, die ökonomischen und politischen Implikationen der Gartenstadtidee, den Vergleich zwischen den europäischen Kohlenrevieren (von Newcastle upon Tyne über das Ruhrgebiet und Oberschlesien bis zum Donezbecken) und die Aktualität der Thünenschen Bodenrententheorie. Gemeinsames Lehren will nicht nur gut geplant sein (21 unterstreicht die Bedeutung von Papiertüten in der Cafete), sondern ist auch lehrreich. Im gemeinsamen T+M-Seminar lernte ich nicht nur alles über Daseinsgrundfunktionen, ökologische Fußabdrücke und tonnenkilometrische Minimalpunkte. Vielmehr begann ich, die besondere Qualität der Dortmunder Raumplanung zu schätzen: inhaltlicher und methodischer Synkretismus auf hohem Niveau (oft als »Interdisziplinarität« bezeichnet) und in Form einer Disputation, eines freundschaftlichen Streitgesprächs. Wichtiges Element unserer gemeinsamen T+M-Seminare waren mehrtätige Exkursionen, etwa nach Salzburg (22, Davy gemeinsam mit Heike Köckler, heute Dr. habil., Professorin für Sozialraum und Gesundheit und Dekanin am Department for Community Health der Hochschule für Gesundheit in Bochum). Aufgrund dieser Erfahrungen hat der Lehrstuhl BBV in den vergangenen 20 Jahren zwar etwas weniger für die Geodäsie getan als dies unter Seele und Dieterich der Fall war. Dafür trat das Interesse an fachlichen Grenzüberschreitungen und Querschnitten sowie an der Raumplanung als Wissenschaft in den Vordergrund. Und gestritten wurde bei/mit BBV auch viel!

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Gruppenbild vor dem Hotel Knippschild in Rüthen (2000). Von links: Benjamin Davy (Bodenpolitik, Bodenmanagement, kommunales Vermessungswesen), Volker Kreibich (Geographische Grundlagen, dann: Raumplanung in Entwicklungsländern), Christian Holz-Rau (Verkehrswesen und Verkehrsplanung), Ekhart Hahn (Versorgungssysteme und planerischer Umweltschutz, Vertretung), Franz-Josef Bade (Raum-wirtschaftspolitik), Lothar Finke (Landschaftsökologie und Landschaftsplanung), Karl-Jürgen Krause (Denkmalpflege), Walburga Rödding (Systemtheorie und Systemtechnik), Leonore Wolters Krebs (Städtebau und Bauleitplanung, Vertretung), Michael Wegener (Institut für Raumplanung). 2. Reihe: Heinrich Schoof (Stadt- und Regionalplanung), Gerd Turowski (Raumordnung und Landesplanung), Ruth Becker (Frauenforschung und Wohnungswesen).

Ähnlich wie Walter Seele ereilte mich das Dekanat bald nach meiner Berufung, nämlich in den Jahren 2000/01. Wenngleich die Erfahrungen mit dem Dekanat für alle Professorinnen und Professoren lehrreich sind, verbrauchen die größeren und kleineren Konflikte viel Energie, die dann weder für den eigenen Lehrstuhl noch für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen. Die Asbestsanierung der Geschoßbauten I und III, der Abbau von entfristeten Mittelbaustellen und die Einführung der »Poolstellen«, die Verhandlungen mit dem Rektorat über einen »Qualitätspakt«, die internen Konflikte um die Berufungsverfahren VES, STB und SRP, die zunehmend überspitzt formalisierte Lehrverpflichtung oder die Trauerarbeit nach den Anschlägen am 11. September 2001 gehören zu den Erfahrungen, die ich lieber nicht gemacht hätte. Allerdings brachte das Dekanat auch schöne Momente, so etwa die Begegnungen der Kolleginnen und Kollegen außerhalb der formalisierten Gesprächsrunden (23). Gewiß konnte ein verbessertes Gesprächsklima agonistisches Verhalten nicht verhindern. Gleichwohl erinnere ich mich gerne an die »rules of conduct«, welche die Kollegen Paul Velsinger und Heinrich Schoof den Professorinnen und Professoren als Anleitungen zum kollegialen Umgang mit in den Alltag gaben. Wenngleich von manchen als »rules of Cognac« verspottet, sorgte diese Initiative für erfreulichen kollegialen Zusammenhalt – zumindest für einige Zeit.

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Als Dekan wollte ich nicht nur verwalten, sondern die Fakultät durch gemeinsame Forschung mit der Region verbinden. Eine verlockende Vorlage bot das Angebot von Dr. Wolfgang Roters (damals MSWKS). In einem Vortrag auf Einladung des Mittelbaus versprach Roters, die Fakultät bei einem stärkeren Engagement im Ruhrgebiet zu unterstützen. Das Ergebnis war das Verbundprojekt »Städteregion Ruhr 2030«, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das nordrhein-westfälische Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport (MSWKS). Die Partner für die Verbundforschung waren die Fakultät Raumplanung sowie die kreisfreien Städte Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Gelsenkirchen, Essen, Herne, Bochum und Dortmund. Allein vom BMBF erhielten die Verbundpartner von »Städteregion Ruhr 2030« ausweislich der Endabrechnung für die Jahre 2001 bis 2003 Drittmittel von rund 1,37 Millionen € (mit dem Anteil des MSWKS: rund 1,7 Millionen €). In gemeinsamen Seminaren suchten BBV und die Dortmunder Amerikanistik nach theoretischen Grundlagen (»border studies«) für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit (24, Davy gemeinsam mit dem Amerikanistikprofessor Dr. Walter Grünzweig). Axel Kolfenbach (heute: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) und Dr.-Ing. Stefanie Bremer (Mitbegründerin des Planungsbüros orange edge und seit 2016 Universitätsprofessorin für Integrierte Verkehrsplanung an der Universität Kassel) unterstützten die Neudefinition einer »regionalen Bodenordnung« (26). Entsprechend groß war die Erleichterung als alle Verbundpartner die Vorhabensbeschreibung unterzeichneten (25, Projektleiter mit dem »Vertrag von Herne«, 4. Juli 2001; 27, gemeinsam mit Tana Petzinger [heute: Regionalverband Ruhr]).

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Förderturm der Visionen (IRPUD). Stehend: Can Malatac─▒k, Dirk Haas, Dr. Regina Bormann, Kamilla Kanafa, Dr. Ira Janzen; davor: Andreas Schulze Bäing, Benjamin Davy

 

 

 

 

 

Stadtregionaler Kontrakt. Von links: Benjamin Davy (Fakultät Raumplanung, Universität Dortmund), Dr. Gerhard Langemayer, Oberbürgermeister Stadt Dortmund; Vertreter für Burkhard Drescher, Oberbürgermeister Stadt Oberhausen; Vertreterin für Dagmar Mühlenfeld, Oberbürgermeisterin Stadt Mülheim an der Ruhr; Oliver Wittke, Oberbürgermeister Stadt Gelsenkirchen; Ernst-Otto Stüber, Oberbürgermeister Stadt Bochum; Dr. Wolfgang Reiniger, Oberbürgermeister Stadt Essen; Jürgen Dressler, Beigeordneter der Stadt Duisburg; Vertreter für Wolfgang Becker, Oberbürgermeister Stadt Herne

»Städteregion Ruhr 2030« entwickelte ein Leitbild für die stadtregionale Zusammenarbeit nach dem Motto »Kooperation und Eigensinn«. Bei der Erprobung ihrer Kooperation wurden die Städte vom »Förderturm der Visionen«, einer Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am IRPUD, unterstützt (28). Am 6. Juni 2003 schlossen die Städte einen stadtregionalen Kontrakt. In diesem Kontrakt wurde vereinbart, die Städteregion Ruhr als regionalpolitische Praxis fortzuführen und durch kooperative Leitprojekte umzusetzen (29). Die Leitbilder der Städteregion Ruhr fassen Ergebnisse des Forschungsverbundes in Kernaussagen zusammen:

  • Regelgeleiteter Projektverbund: Die Städteregion Ruhr ist ein regelgeleiteter Projektverbund der Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Dortmund.
  • Kooperation und Eigensinn: Eine Zusammenarbeit der Städte im Ruhrgebiet ist sinnvoll, wenn sie für jede einzelne Stadt nützlich ist. Der Eigensinn der Städte ist eine Fundgrube für die Zukunft der Städteregion Ruhr.
  • Die Neunte Stadt: Die Städteregion Ruhr fordert dazu heraus, ihre Möglichkeitsräume zu erforschen und zu entwickeln. Durch Möglichkeitsmanagement, also durch den flexiblen Umgang mit Grenzen, werden unnötige Barrieren abgebaut und Möglichkeitsräume erschlossen.
  • Konkurrenz der Ideale: In der Städteregion Ruhr inspiriert der Eigensinn die Suche nach den besten Lösungen für gemeinsame Aufgaben.
  • Kultur der Differenz: In der Städteregion Ruhr werden Unterschiede nicht bloß toleriert, sondern durch den flexiblen Umgang mit Grenzen genutzt.
  • Vereinbarte Zusammenarbeit: Für jedes Leitprojekt der Städteregion Ruhr werden geeignete Spielregeln vereinbart, denen gemeinsame Kooperationserfahrungen zugrunde liegen.
  • Responsive Kooperation: Einfache Regeln eröffnen einen Möglichkeitsraum für Kooperation und Eigensinn. Gegenseitiges Verstehen ist die Grundlage für gemeinsames Handeln der Städte.
  • Kooperation als Prozeß: Erfolgreiche Leitprojekte der Städteregion Ruhr bieten Gelegenheiten, kreative und vorteilhafte Lösungen gemeinsam mit anderen Akteuren und ohne Verzicht auf eigene Interessen zu finden.

Meine Erfahrungen im Verbundprojekt habe ich in »Die Neunte Stadt. Wilde Grenzen in der Städteregion Ruhr 2030« (Davy 2004) und in »Plan It Without A Condom!« (zu deutsch: »Raumplanung ohne Präservativ«) veröffentlicht (Davy 2007b und 2008). Gesellschaftsvertragstheorien und die »cultural theory« von Mary Douglas spielten eine zentrale Rolle. Davy (2004) enthält die erste Version meiner Theorie der Polyrationalität.

Die Begegnungen mit wilden Grenzen in der Städteregion Ruhr prägten die Lehre nachhaltig. Bodenordnung besteht ja zu einem beträchtlichen Teil aus einem flexiblen Umgang mit den Grenzen der als »Einwurfsmasse« bezeichneten Grundstücke. Der flexible Umgang mit Grenzen ist freilich darüber hinaus wesentliches Merkmal der Bauleitplanung, die vom Gesetzgeber ja bewußt von der strengen Bindung an vorhandene Grundstücksgrenzen befreit wird (§ 200 Abs. 1 BauGB). Und schließlich muß sich die Bodenordnung nicht nur mit Grundstücksgrenzen auseinandersetzen, sondern auch mit politischen, wirtschaftlichen, kulturellen, sozialen und ökologischen Grenzen. Seminare zu Verhandlungslösungen bauten auf dem Harvard Konzept für Verhandlungen auf und machen durch spielerische Inszenierungen des Gefangenendilemmas oder Verhandlungssimulationen die Vorteile alternativer Konfliktregelung deutlich (30 und 32). Aber auch in den großen Vorlesungen zu Bodenordnung und Grundstückswertermittlung stehen Diskussionen im Vordergrund (31). Zum Beispiel über die bodenpolitische Bedeutung von Foucault (33).

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BBV in Bonn (2003). Von links: Hartwig Junius; Manfred Kamm; Dirk Bracke (tw. verdeckt); Axel Kolfenbach; Thomas Hartmann; Brigitte Hower; Sabine Lietke; Brigitte Bergmann-Strube; Daniel Launert; zweite Reihe: Heinz Kobs; Thomas Jürgenschellert; Benjamin Davy; Tana Petzinger.

Im Jahr 2004 nahm Hartwig Junius seinen Abschied vom Aktivdienst (35, beim Ausstand). Seine langjährig gehaltenen Vorlesungen und Übungen für Vermessungswesen (eine Serviceleistung für die Fakultät Bauwesen) entfielen. Für die Fortsetzung der Vorlesung und Übung »Planungskartographie« wurde dem Lehrstuhl für drei Jahre eine halbe Mittelbaustelle zugewiesen. Für diese Aufgabe wurde Diplomgeographin Gabi Zimmermann, Absolventin der TU Dresden (36), eingestellt, die in der Lehre von Heinz Kobs (37) unterstützt wurde.

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2004 promovierte Dr. rer. pol. Dirk Bracke (38, mit Doktorhut) mit seiner Schrift »Verfügungsrechte und Raumnutzung. Grundrente und externe Effekte als ökonomische Konzepte und Erklärungsmodell der Raumentwicklung«. Bracke (2004) markiert einen Wendepunkt in der Promotionsforschung. Waren frühere VBO-Promotionen stets praxisbezogenen Themen gewidmet, untersuchte Bracke eigentumstheoretische Fragen. Im Jahr 2018 kamen Dirk Bracke und sein Sohn Alexander bei einem Autounfall ums Leben.

Probleme der Wertermittlung in Gebieten mit besonderem Erneuerungsbedarf bildeten die Grundlage einer Verhandlungssimulation, die zwar zu keinen Drittmitteln, dafür aber zu anschaulichen Lehrbehelfen führten. Zuvor wurde die Simulation am Lehrstuhl ausführlich getestet (39, Kamilla Kanafa). Für die Lehre auf dem Gebiet der Grundstückswertermittlung erwies sich die Mitgliedschaft in mehreren Gutachterausschüssen für Grundstückswerte als hilfreich (seit 2005 in der Stadt Hagen, seit 2008 in der Stadt Dortmund und im Oberen Gutachterausschuß für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen). Eine Zählung der Passantenfrequenz in der Hagener Innenstadt durch Teilnehmende der Vorlesung »Planungskartographie« (40, Michael Kolocek und Klara Hellmeister) und eine Erhebung der Ladenlokalmieten durch die Geschäftsstelle bildete die Grundlage für eine thematische Karte. Diese Karte veranschaulichte die räumliche Verteilung von Passantenfrequenz und Geschäftsraummieten und zeigte: Unterschiedlich starke Passantenfrequenz und unterschiedlich hohe Mieten für Geschäftsräume stimmen weitgehend überein (»Viel los, viel Moos!«)

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40W Plaka Kolocek Hellmeister

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Ein Forschungsauftrag, der den Lehrstuhl BBV prägte, wurde von der Internationalen Bauausstellung Sachsen-Anhalt 2010 erteilt. Am Beispiel der Stadt Magdeburg galt es zu untersuchen, welche bauleitplanerischen und bodenpolitischen Spielräume in einer »leeren Stadt« bestehen. Die Stadt Magdeburg, deren Bürgermeister Otto von Guericke durch seine physikalischen Versuche und die Entdeckung des Vakuums bekannt wurde, ist als ehemalige Hauptstadt der Schwerindustrie in der DDR mit allen Problemen des Strukturwandels konfrontiert, unter denen auch die Städteregion Ruhr zu leiden hat. Deshalb eignet sich diese Stadt besonders für eine Untersuchung der Wirksamkeit der Eigentumsarrangements, die durch § 903 BGB und Artikel 14 GG geprägt sind. Wie wirken die Instrumente des BauGB – die Flächennutzungs- und Bauleitplanung, die Plansicherung, das Planungsschadensrecht, die Baulandumlegung, die Enteignung, die Erschließung – unter den Bedingungen einer »leeren Stadt« (Davy 2006 und 2007a). Als Kontrapunkt zum Planungssystem des BauGB, das auf Wirtschafts- und Siedlungswachstum ausgelegt ist, bildet die Magdeburg-Studie eine Fülle von Anhaltspunkten, welche Eigentumsarrangements erfolgversprechende Alternativen zum vorwiegend liberal gedachten Bodeneigentum bieten, wenn der Siedlungsdruck schwindet und die Bevölkerungszahl abnimmt (»Schrumpfung«).

Zwischen 2005 und 2008 veränderte sich der Personalstand mehrfach. Zunächst verabschiedeten sich Tana Petzinger und Kamilla Kanafa, die nach ihrem Engagement für »Städteregion Ruhr 2030« vom IRPUD zu BBV umgezogen waren (41, gemeinsam mit Gabi Zimmermann und Axel Kolfenbach). Thomas Hartmann bereicherte BBV mit einem bis dahin wenig untersuchten Thema: Bodenpolitik und Hochwasserschutz (42, gemeinsam mit seiner späteren Frau Gabi, geborene Zimmermann).

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Der Jurist und Geograph Dr. Fabian Thiel unterstützte – wenngleich nur für kurze Zeit – die Forschungen auf dem Gebiet der räumlichen Gemeinschaftsgüter und des »common property« (43, heute Privatdozent der Universität Gießen und Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences). 2007 wurde mit Kathrina Schmidt wieder eine Vermessungsassessorin für BBV gewonnen. Und 2008 trat Brigitte Hower in den Ruhestand (44, gemeinsam mit Hartmut Dieterich; 45, gemeinsam mit Bodo Steiner, Benjamin Davy, Thomas Hartmann; 46, gemeinsam mit Benjamin Davy, Thomas Hartmann, Gabi Zimmermann und Kathrina Schmidt).

BBV hatte Glück im Unglück. Frau Susanne Syska-Fleckes folgte Brigitte Hower als Bürokoordinatorin. Zunächst war sie bis 2005 bei Professor Kroes und bis zur Emeritierung von Frau Universitätsprofessorin Dr. Dr. Walburga Rödding am Lehrstuhl SYS (47, gemeinsam mit Benjamin Davy, Brigitte Bergmann-Strube, Gabi Zimmermann, Heinz Kobs, Kathrina Schmidt und Thomas Hartmann).

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Die folgenden Jahre waren durch erfolgreiche Promotionsforschung gekennzeichnet. Dr. rer. pol. Thomas Hartmann promovierte über das Verhältnis zwischen Raumplanung und Hochwassermanagement (Hartmann 2009, 2010, 2011), wobei seine Untersuchung auf der Theorie der Polyrationalität aufbaut (48 gemeinsam mit Professor Barrie Needham und 49 gemeinsam mit Brigitte Hower). 2018 wurde Hartmann zum »Associate Professor« an die »Land Use Planning Group« der Universität Wageningen (Niederlande) berufen. Dr.-Ing. Gabi Zimmermann promovierte mit einer Arbeit über automatisierte Bildinterpretation (Zimmermann 2010; 50 gemeinsam mit Benjamin Davy, Universitätsprofessorin Dr. Dr. Walburga Rödding, Professor Dr. habil. Elmar Csaplovics [TU Dresden] und 51 am Tag der Erlangung des Doktortitels). Vermessungsassessorin Dr.-Ing. Kathrina Völkner, geborene Schmidt, promovierte über verkehrswertnahe Wertermittlung und die Auswirkungen der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschafts- und Schenkungssteuer auf die städtebauliche Wertermittlung und steuerrechtliche Bewertung (Völkner 2013; 52, gemeinsam mit Professor Dr.-Ing. Winrich Voß [Universität Hannover], Benjamin Davy, Brigitte Hower). Dr.-Ing. Völkner leitet seit 2018 die Abteilung Bodenordnung und Wertermittlung des Vermessungs- und Katasteramtes der Stadt Düsseldorf.

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Ab 2007 folgte aus der Zusammenarbeit mit Universitätsprofessorin Dr. iur. Ulrike Davy (Fakultät für Rechtswissenschaft, Universität Bielefeld) und Universitätsprofessor Lutz Leisering, PhD (Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld) eine Neuausrichtung der Lehrstuhlforschung (53, Ben Davy gemeinsam mit Lutz Leisering und Ulrike Davy).

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Verstärkt trat die Bodenpolitik und das Recht auf Bodennutzung im globalen Süden als Instrument sozialer Sicherheit in den Mittelpunkt. Dem Forschungsverbund FLOOR (= »Financial Assistance, Land Policy, and Global Social Rights«; 54 vor dem Bauernhausmuseum in Bielefeld) gehörte das DFG-geförderte Projekt »Socio-ecological land policy« an, das erfolgreich vom Lehrstuhl BBV eingeworben worden war.

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Kooperationsgruppe am ZiF (von links) Armando Barrientos, Lutz Leisering, Manfred Nowak, Sony Pellissery, Hartley Dean, Ulrike Davy, Harvey Jacobs, Ben Davy

Erste Ergebnisse von FLOOR waren eine Kooperationsgruppe am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) in Bielefeld (55, 2011), die Veröffentlichung des Lehrbuchs »Land policy« (Davy 2012; 56), ein Sonderheft zu »social citizenship« (Davy et al. 2013).

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PLPR_2010 Dortmund (von links) Markus Roeser; Heinz Kobs; Kathrina Völkner, geborene Schmidt; Ben Davy; Gabi Zimmermann; Thomas Hartmann; Katharina Schigutt; Melanie Rüting; Fabian Wenner

Eine wichtige Rolle für die Internationalisierung der Dortmunder Bodenpolitik spielte AESOP, die »Association of European Schools of Planning«. Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen europäischer, aber auch nordamerikanischer Planungsschulen setzte eine Internationalsierung fort, die bereits von Seele und Dieterich begonnen worden war.

AESOP wurde 1987, unter anderem auf Initiative von Klaus Kunzmann, auf Schloß Cappenberg in der Nähe von Dortmund gegründet. Eine weitere Mitbegründerin, Patsy Healey, ermutigte Rachelle Alterman, Willem Salet und mich zur Gründung einer Themengruppe für Planungsrecht. Aus dieser Themengruppe entstand die »International Academic Association on Planning, Law, and Property Rights« (PLPR). Im Jahr 2010 fand die Jahreskonferenz von PLPR auf Einladung des Lehrstuhls BBV in Dortmund statt (Davy et al. 2010; 57 gemeinsam mit Rachelle Alterman und 58). Im Jahr 2012 durfte ich mit einem Festvortrag zum Thema »Do planners have heroes?« zum 25-Jahre-Jubiläum beitragen (Davy 2013; 59, Ben Davy gemeinsam mit der Dekanin, Universitätsprofessorin Christa Reicher).

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»Understanding Southern Welfare«, Vorbereitungskonferenz 2014 (von links nach rechts, von vorne nach hinten): Ulrike Davy, Marcus Melo, Reghard Brits, Sue-Mari Viljoen, Nina-Claire Himpe, Albert Chen, Sony Pellissery, Sarbani Sen, Sandra Liebenberg, James Midgley, Jeremy Seekings, Shih-Jiunn Shi, André van der Walt, Gabriel Ondetti, Augusto Zimmermann, Yitu Yang, Ben Davy, Lutz Leisering

Auf einer Forschungsreise nach Südafrika begegnete ich Professor André van der Walt, dessen eigentumsrechtlichen Schriften mich bereits seit längerem tief beeindruckt hatten (60). Van der Walt (1956–2016) nahm noch an der ersten von drei Vorbereitungskonferenzen für eine ZiF-Forschungsgruppe teil, die »Understanding Southern Welfare« gewidmet war. Untersuchungsgegenstand der geplanten Forschungsgruppe war das wechselseitige Zusammenspiel von Bodenreformen, Sozialpolitik und Verfassungsentwicklung in vier Ländern: Brasilien, Südafrika, Indien und der Volksrepublik China (61, 1. Vorbereitungskonferenz [2014], vor dem Haupteingang des ZiF in Bielefeld).

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2012 wurde ich zum Präsidenten der PLPR gewählt (62, gemeinsam mit der scheidenden Präsidentin, Professorin Leonie Janssen-Jansen [1975–2018]); Thomas Hartmann wurde zum Generalsekretär gewählt (63 zeigt Davy und Hartmann in Bern auf der PLPR_2016).

Ungeachtet vieler Forschungsreisen – etwa nach Bangladesh, Indien, Israel, Südafrika, ins Vereinigte Königreich, in die Vereinigten Staaten – kam die Verbindung zur Städteregion Ruhr nicht zu kurz. Die Städte, die einst Verbundpartner der Fakultät Raumplanung waren, setzten die eigensinnige Kooperation fort, nahmen neue Partner hinzu und entwickelten konkrete Projekte, wie etwa eine stadtregionale Beobachtung des Wohnungsmarkts. Wichtige Elemente der Zusammenarbeit in »Städteregion Ruhr 2030« – so etwa regelmäßige Treffen der Planungsdezernenten – wurden fortgeführt. 2013, zum 10-Jahres-Jubiläum des Stadtregionalen Kontraktes, fanden an der Fakultät (im Rahmen des Städtebaulichen Kolloquiums) sowie auf Zeche Zollverein eine Vortragsreihe und eine Feier statt, wobei stets die wichtige Rolle der Fakultät Raumplanung als Inspirationsquelle der Städteregion Ruhr unterstrichen wurde (64, von links: Dr. Wolfgang Roters, Universitätsprofessorin Christa Reicher, Klaus Wermker, Tana Petzinger, Herbert Schnabel, Dr. jur. Ira Janzen, Benjamin Davy und 65 Davy gemeinsam mit dem Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau und dem Essener Stadtdirektor Hans-Jürgen Best).

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Die Internationalisierung der Lehre in Bodenpolitik und Bodenmanagement stieß immer wieder auf Widerspruch. 2011 protestierten etwa 80 Studierende mit einem an den Prüfungsausschuß gerichteten Schreiben gegen eine Klausurfrage. Diese Frage enthielt einen englischsprachigen Text der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom über die Vermeidung der Tragödie der Allmende. Obzwar dieser Text ausführlich in der Vorlesung erörtert und übersetzt worden war, wollten die Studierenden nicht akzeptieren, daß Raumplanerinnen weltweit überwiegend in englischer, nicht in deutscher Sprache kommunizieren. Kollege Grigoleit und ich beschlossen, unsere von den Studierenden für unsere Lehrleistungen zugesprochenen Preise in einen Elinor-Ostrom-Kicker zu investieren (66). Die BBV-Mannschaft hat bei dem sogleich organisierten Turnier jämmerlich verloren (67). Weitaus offener für internationale Trends zeigte sich das Anfängerprojekt A01 (2014/15), das die räumliche Kontextualisierung aller Selfies untersuchte, die mit #Ruhr (oder ähnlichen Hashtags) versehen waren (68, Selfie nach der Projektdisputation). Über dieses Studienprojekt wurde bundesweit, unter anderem in der »Tagesschau« berichtet.

2015 verstarb Universitätsprofessor Dr.-Ing. Walter Seele, der erste Lehrstuhlinhaber für Bodenordnung und Vermessungswesen an der Fakultät Raumplanung der Universität Dortmund. In einer engagierten Rede zu seinem 90. Geburtstag wandte sich Seele gegen die Übernutzung des Wortes »Management« und unterstrich nachdrücklich, daß »Bodenmanagement« oder »Landmanagement« niemals das Niveau echter »Bodenordnung« erreichen könne (69).

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Michael Kolocek, der seit 2010 zunächst im FLOOR-Projekt bei BBV arbeitete, folgte von 2014 bis 2016 seinem BBV-Vorgänger, Thomas Hartmann, als PLPR-Generalsekretär. Er absolvierte 2015 seine Disputation (70, Michael Kolocek gemeinsam mit Ben Davy, Rachelle Alterman, Lutz Leisering) und promovierte zum Dr. rer. pol. mit seinem wichtigsten FLOOR-Beitrag, dem Buch »Land policy and the human right to housing« (Kolocek 2017), für das er mit dem Dissertationspreis der TU Dortmund im Fach Raumplanung und dem DMB-Studienpreis Wohnungspolitik 2017 ausgezeichnet wurde. Michael Kolocek vertiefte seine Promotionsstudien insbesondere auf den Gebieten Diskursanalyse, Wohnungswesen und Menschenrechte (Kolocek 2013, 2014, 2015, 2018). 2015 feierte Heinz Kobs sein 40-Jahre-Dienstjubiläum (71, gemeinsam mit Susanne Syska-Fleckes). Alte und neue Mittelbauangestellte feierten mit (72, Axel Kolfenbach, Michael Kolocek, Nadine Preuß und 73, Melanie Halfter, Astrid Maurer).

Im Herbst 2015 fand als Abschluß des DFG-geförderten Projektes »Socio-ecological land policy« die erste westasiatische PLPR-Regionalkonferenz an der »Indian National Law School« in Bengaluru (Indien) statt. Mehrere Beiträge dieser Konferenz wurden bei Springer Nature veröffentlicht (Pellissery et al. 2017).

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2016 endete meine Funktionsperiode als Präsident der PLPR auf der Konferenz in Bern. 2017 feierte Susanne Syska ihr 25-Jahre-Dienstjubiläum (74 und 75, in 2018). Der Lehrstuhl war auf der PLPR-Konferenz in Hong Kong (2017) mit vier Vortragenden vertreten (76, Michael Kolocek, Yitu Yang, Sattwick Dey Biswas, Ben Davy). Nach Wien (2005), Manchester (2009), Belfast (2013) und Stare Lesna (2015) war ich in Aveiro (2017; 77) das fünfte Mal einer der Mentoren im Doktorandenseminar der AESOP. Die Teilnehmenden kamen von Planungsschulen, überwiegend aus Europa, und lernten voneinander, wie man das Unerwartete erwartet. Auf dem anschließenden AESOP Jahreskongreß in Lissabon wurde ich zum nächsten Präsidenten der AESOP gewählt. Als Universitätsprofessor in Dortmund legte ich großen Wert auf »academic citizenship«. Diese umfaßt neben der Teilnahme am PhD Workshop der AESOP und von PLPR auch die Mitwirkung an Peer Review und die Übernahme von Herausgeberschaften internationaler Fachzeitschriften. Ich wirke als Herausgeber mit an »Planning Theory and Practice« (Editorial Board), »Planning Theory« (Essay Editor), »Journal of the American Planning Association« (Editorial Board) und »Town Planning Review« (Co-editor).

Seit 2017 ist BBV am Verbundforschungsprojekt »Zukunft Stadt Region (ZUKUR)« beteiligt, das die Fakultät Raumplanung gemeinsam mit dem Regionalverband Ruhr, der Stadt Bottrop und der Stadt Dortmund (»nordwärts«) durchführt. Durch eine ganztägige Verhandlungssimulation bot der Lehrstuhl den Projektpartnern die Möglichkeit einer vertieften Auseinandersetzung mit Klimaresilienz und Klimagerechtigkeit (78, Juljia Bakunowitsch beim Pretest; 79, Benjamin Davy bei der Aussprache im Plenum, mit Susanne Frank und Maria Wagener). Zudem untersucht BBV die Rolle räumlicher Gemeinschaftsgüter beim Klimaschutz. Am Beispiel des RS1 – eines 100 km langen Radschnellwegs, der quer durch die Städteregion Ruhr führt – werden Symbolpolitik im Klimaschutz, klimafreundliche Mobilität und Ernährungsgerechtigkeit untersucht.

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In den 50 Jahren seines Bestehens erlebten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lehrstuhls »Vermessungswesen und Bodenordnung« / »Bodenpolitik, Bodenmanagement, kommunales Vermessungswesen« einen rasanten technischen Wandel. Viele der Innovationen bei der Datenverarbeitung im kommunalen Vermessungswesen haben die Möglichkeiten in Forschung und Lehre sowie die Arbeitsplätze gerade auch für technische Angestellte völlig verändert. Die Stellung von Wissen und Erfahrungen aus der Praxis wurde vor fünfzig Jahren deutlich höher eingeschätzt. Heute legt der Lehrstuhl auf internationale Forschung und Konferenzteilnahmen, Veröffentlichungen in englischer Sprache sowie die Theorienbildung größeren Wert. Diese Schwerpunktsetzung wird seitens der Universität und der Fakultät toleriert, aber kaum unterstützt. Vermutlich war dies vor 50 Jahren nicht anders – eine Dortmunder Interpretation der »Wissenschaftsfreiheit«, wie sie mir bereits von den Kollegen Seele und Dieterich berichtet worden war. In der Lehre hat die Vielfalt des thematischen Angebots wegen des Stellenabbaus bei den wissenschaftlichen Angestellten, der Modularisierung der Lehreinheiten und der bürokratischen Abwicklung der Lehrverpflichtungen spürbar abgenommen (man vergleiche nur das Angebot an Lehrveranstaltungen vor 50, 25 oder 5 Jahren)2. Für die Lehrstuhlpraxis folgte daraus, daß manche eben mehrfach ran mußten – wie bei der 2008 entstandenen Collage eines BBVLogos (80).

Die größte Änderung in der Bodenpolitik liegt vermutlich darin, daß Kapitalgesellschaften für ihre Großinvestitionen in Grundstückseigentum denselben Schutz wie Private genießen (Davy 2016). Das war nicht immer so klar, denn noch 1967 erkannte das Bundesverfassungsgericht:

»Der Grund und Boden ist weder volkswirtschaftlich noch in seiner sozialen Bedeutung mit anderen Vermögenswerten ohne weiteres gleichzustellen; er kann im Rechtsverkehr nicht wie eine mobile Ware behandelt werden.« (BVerfGE 21, 73[82–83] – Grundstücksverkehr).
Mit der Herstellung der Einheit Deutschlands ist die Nutzung des Bodens als Investitionsobjekt zur unbestreitbaren Selbstverständlichkeit – zur deutschen Variante des »Mythos Boden« – geworden. Für die Raumplanung wurde dadurch zunehmend schwieriger, eine sozialgerechte Bodennutzung (§ 1 Abs. 5 BauGB) oder eine Bodenwirtschaft herzustellen, die »den Grundsätzen der Gerechtigkeit« und der »Gewährleistung eines menschenwürdigen Daseins« (Artikel 151 Weimarer Reichsverfassung) entspricht. Darin liegt eine Herausforderung, die den Lehrstuhl auch in den kommenden 50 Jahren beschäftigen wird.

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1 § 1 Abs. 1 Nr. 5 des Hochschulgesetzes NRW 2014 nennt nur die »Universität Dortmund«, § 2 Abs. 5 leg. cit. erlaubt den Hochschulen allerdings, »sich in ihrer Grundordnung eigene Namen [zu] geben«. Davon machte die Universität Dortmund im Jahr 2007 Gebrauch und nennt sich seither »Technische Universität Dortmund«. Ein im Frühjahr 2018 ausgesendeter Referentenentwurf stellt die gesetzliche Umbenennung für das Wintersemester 2019 in Aussicht, somit für das 51. Jahr nach Gründung der Universität Dortmund.

2 Der Vergleich ist etwas aufwendig, aber wegen der ausgezeichneten Archivierung der Vorlesungsverzeichnisse möglich: https://eldorado.tu-dortmund.de/handle/2003/28911.

Literatur

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